Wasserflohgedicht
(von Werner Rohrmoser)
Ein Wasserfloh
im Paletot
verirrt sich
äußerst selten,
gewöhnlich liebt
das kleine Tier
ganz klare
Wasserwelten.
Da schmust es mit
dem Borstenwurm,
da jagt es Flagellaten,
treibt sich mit
Rädertierchen rum,
anstatt durchs
Watt zu waten.
Turnt albern durch
das Nass dahin
und ärgert
Wasserwanzen
und dennoch
hat es seinen Sinn
als kleiner Teil vom Ganzen.
Das Ganze,
das sind Du und Ich,
das Tier und auch
die Pflanze,
die Elemente
und das Licht
und Wasser,
Krug und Kranze.
Als Mensch muss man
das nicht verstehen,
doch sollte man
es schonen;
denn eines wird
bestimmt nicht gehen:
So eine Welt
zu klonen.



